Rückblick und Ausschau: 2016 war ein gutes Jahr für die Stadt Pfaffenhofen – Gartenschau 2017 bringt den „Sommer des Jahrhunderts“

Das neue Schulhaus der Grund- und Mittelschule am Kapellenweg steht im Rohbau.
 
Die Schlachthofstraße wurde verkehrsberuhigt ausgebaut. Kleine Metallstelen zeigen Rinderköpfe und erinnern an den ehemaligen Schlachthof.

Mit der Gartenschau 2017 steht der Stadt Pfaffenhofen im kommenden Jahr ein ganz besonderes Ereignis ins Haus. Man könnte sagen, das wird der Sommer des Jahrhunderts für die Stadt! 300.000 Besucher werden erwartet, auch von weit her, und man darf sich auf drei ereignisreiche Monate freuen mit zahlreichen Aktionen und sage und schreibe 1.500 Veranstaltungen. Was diese Gartenschau für die Pfaffenhofener ganz besonders wichtig und wertvoll macht, ist aber vor allem, was über den Sommers 2017 hinaus geht und den Bürgerinnen und Bürgern auf Dauer bleibt. Und das ist ein ganz gewaltiger Entwicklungsschritt für die Stadt.

Mehr Grün in der Stadt, der Bürgerpark, der Sport- und Freizeitpark, die Insel und die umgestaltete, teils renaturierte Ilm mit der neuen Arlmühle und dem Fischpass – diese geballte Entwicklung hätte ohne die Gartenschau nicht oder erst deutlich später verwirklicht werden können.

Die Vorbereitungen für die Gartenschau und die erforderlichen Baumaßnahmen haben die Verantwortlichen im vergangenen Jahr sehr stark beschäftigt. Mittlerweile sind die Bautätigkeiten zu 80 Prozent abgeschlossen, sie liegen gut im Zeit- und Kostenplan, und der letzte Feinschliff folgt im Frühjahr. „Ich bin sicher, dass wir alle begeistert sein werden, wenn alles fertig ist und die Gartenschau am 24. Mai ihre Tore öffnet“, erklärte Bürgermeister Thomas Herker. In diesem Zusammenhang rät er allen Pfaffenhofenern ganz dringend zum Kauf einer Dauerkarte, mit der sie dann die Gartenschau jederzeit besuchen und alle Angebote im Aktionszeitraum nutzen können. Die Karten gibt es derzeit im Vorverkauf zum vergünstigten Preis und sie sind auch als tolles Weihnachtsgeschenk absolut empfehlenswert.

Viele Maßnahmen im Hoch- und Tiefbau
Da es während der Gartenschau möglichst keine Baustellen in der Stadt geben soll, sind in den vergangenen Monaten besonders viele Baumaßnahmen abgewickelt worden. Die Neugestaltung der Schlachthofstraße, die Sanierungsarbeiten am Schwarzbach und die Gestaltung rund um den Hungerturm sind nur einige Beispiele für aufwändige Tiefbaumaßnahmen.

Auch im Hochbau laufen derzeit zahlreiche Maßnahmen, z. B. bei der Sanierung öffentlicher Gebäude und der Schaffung neuen Wohnraums für Bedürftige. Die Erweiterung des Obdachlosenheims steht kurz vor der Fertigstellung, ebenso das zweite Mehrfamilienhaus mit Sozialwohnungen in der Ziegelstraße, und das nächste Projekt mit 30 öffentlich geförderten Wohnungen in der Kellerstraße steht bevor.

Größtes Projekt der Stadtgeschichte

Das größte und teuerste Projekt der Stadtgeschichte ist das neue Schulzentrum samt Dreifachturnhalle und Hallenbad am Gerolsbach, das mit insgesamt fast 50 Millionen Euro zu Buche schlägt. Dabei ist die Hälfte bereits fertiggestellt, denn die Sporthalle ist längst in Betrieb und das Schulhaus steht inzwischen im Rohbau. Anfang 2018 soll hier der Schulbetrieb beginnen, und dann können nicht nur Schüler und Lehrer in den 27 Millionen Euro teuren Neubau einziehen, sondern auch die Stadtkapelle erhält endlich ihre lange gewünschten eigenen Probenräume. Und nicht zuletzt wird mit der Schule auch fast eine kleine Stadthalle gebaut, denn die Aula wird als top ausgestattete Veranstaltungshalle vielfältig nutzbar sein für Konzerte, Theater, Lesungen und Feste.

Endlich ein neues Hallenbad
Auch das neue Hallenbad steht seit Jahren auf der Wunschliste vieler Bürgerinnen und Bürger ganz oben, und dieser Wunsch wird ab 2018 im nächsten Bauabschnitt im Schulzentrum erfüllt. Beim Bürgerentscheid im Oktober haben die Bürgerinnen und Bürger mit deutlicher Mehrheit für ein kleines Familienbad gestimmt, dessen Ausstattung über ein reines Schulbad hinausgeht und sowohl Familien als auch Sportvereinen gerecht wird. Über die genaue Ausstattung werden wiederum die Pfaffenhofenerinnen und Pfaffenhofener entscheiden, denn Anfang des Jahres wird eine Haushaltsbefragung durchgeführt.

Klare Mehrheit für Bürgerwindpark
Ungleich hitziger als das Thema Hallenbad ist in den letzten Monaten der Windpark im Förnbacher Forst diskutiert worden. Auch hier hatten die Bürgerinnen und Bürger das Wort und letztlich hat eine deutliche Mehrheit grünes Licht für die Fortsetzung des Bauleitverfahrens und für den Bau von drei Windrädern gegeben. Damit macht die Stadt weiter auf ihrem Weg, um letztlich den Strom, der in Pfaffenhofen verbraucht wird, lokal und regenerativ zu erzeugen.

Die Beteiligung bei den beiden Bürgerentscheiden war mit fast 60 Prozent sehr hoch und lag sogar über dem Wert der letzten Kommunalwahlen 2014. Damit hat sich der Vorstoß der Stadt Pfaffenhofen, als erste bayerische Kommune die Abstimmungsunterlagen automatisch zu versenden, als genau richtig erwiesen, denn es wurde eine maximale Bürgerbeteiligung erreicht.

Geschichtsträchtige Entscheidungen
Maximal sind auch die aktuellen Einnahmen und Ausgaben und so hat der Stadtrat einen Rekord-Haushalt von rund 77 Millionen Euro verabschiedet. In die Stadtgeschichte wird das Jahr 2016 aber auch durch die Rekommunalisierung von Strom und Gas eingehen. Und in Sachen Breitbandausbau ist die Stadt einen ganz wichtigen Schritt weiter gekommen, denn mit der Telekom wurde ein Vertrag abgeschlossen, der bis zum Sommer 2017 endlich schnelles Internet in die Ortsteile und die Gewerbegebiete bringen wird und damit die moderne Infrastruktur deutlich verbessert.

Informationen und Video im Internet

Wer sich für weitere Informationen über Daten, Zahlen und Projekte der Stadt Pfaffenhofen interessiert, findet diese auf der städtischen Webseite www.pfaffenhofen.de. Ein interessanter Überblick, den Bürgermeister Thomas Herker bei der Bürgerversammlung am 23. November gegeben hat, wurde auf Video aufgenommen und ist auf www.pfaffenhofen.de/archivplayer zu sehen.
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