Viel los auf dem Eis: Das Eisstadion und der EC Pfaffenhofen machen’s möglich

Torjubel der Kleinschüler
 
? (Maxim Armbrister im Aufstiegsspiel der Kleinschüler gegen Peißenberg) ?
 
Maxim Armbrister im Aufstiegsspiel der Kleinschüler gegen Peißenberg
 
Maddox Schwirtzer trifft im Aufstiegsspiel der Kleinschüler gegen Peißenberg (Endstand: 14:1)
Der Eissport-Club Pfaffenhofen (ECP) wurde 1970 durch den späteren Ehrenvorsitzenden und Stadtrat Emil Hammer gegründet. In Eigenregie baute der Verein das erste, noch nicht überdachte Pfaffenhofener Eisstadion, das 1974 eröffnet wurde und 1980 von der Stadt Pfaffenhofen übernommen wurde. Inzwischen hat der ECP einen großen Aufschwung erlebt, und die Stadt hat das Eisstadion mehrmals umgebaut und komplettmodernisiert. Das Eisstadion erfreute sich schon in den 1970er Jahren wachsender Beliebtheit bei der Bevölkerung, und so errichtete die Stadt 1980 ein Dach und ein Kabinengebäude. 1996 erfolgte die Aufstockung des Gebäudes, womit die Südseite geschlossen werden konnte. Das obere Stockwerk teilen sich seitdem der ECP bzw. die Stadiongaststätte und das Jugendzentrum „Atlantis“. In den letzten drei Jahren wurden das Eisstadion und das Jugendzentrum von der Stadt Pfaffenhofen mit einem Kostenaufwand von rund 4,8 Mio. Euro saniert. Das Dach wurde komplett erneuert und das Gebäude samt Fassade saniert. An der Westseite wurde eine Tribüne mit Lärmschutzwand errichtet und die bis dahin dort stehende Stahlrohrtribüne an der Nordseite wieder aufgebaut. Damit sind inzwischen nicht nur zwei Seiten praktisch geschlossen, sondern auch der Komfort für die bis zu 1.200 möglichen Besucher wurde deutlich erhöht.

Öffentlicher Lauf und Schulsport
Sehr beliebt ist der Öffentliche Lauf im Eisstadion. Wer gern Schlittschuh
läuft oder in der Eis-Disco tanzt, findet hier von Anfang Oktober bis zum Frühjahr
beste Bedingungen. Die genauen Öffnungszeiten findet man auf www.
pfaffenhofen.de/eisstadion. Eine nicht unerhebliche Rolle spielt auch der Schulsport. Immerhin mehr als 300 Stunden pro Saison wird das Eisstadion von den Schulen aus Pfaffenhofen und Umgebung für den Sportunterricht genutzt. Einer der größten Vereine der Stadt Der EC Pfaffenhofen ist Pächter des Stadions und führt den gesamten Betrieb ausschließlich mit eigenem, überwiegend ehrenamtlich tätigem, aber auch angestelltem Personal durch, wofür der Verein neben dem enormen Zeitaufwand auch erhebliche finanzielle Mittel aufzubringen hat. Der ECP zählt heute mit rund 800 Mitgliedern zu den größten Vereinen der Stadt Pfaffenhofen. Bemerkenswert ist dabei, dass fast 40 Prozent der Mitglieder jünger als 18 Jahre sind. Etwa 200 Kinder und Jugendliche sind in den Abteilungen Eishockey und Eiskunstlauf aktiv. Betreut werden die Teams ausschließlich von lizenzierten Trainern und Übungsleitern. Seit einigen Jahren arbeitet der ECP im Nachwuchs- bereich mit dem ERC Ingolstadt zusammen. Die beiden einzigen Eishockey spielenden Vereine der Region wollen diese Zusammenarbeit in nächster Zeit noch weiter intensivieren. Im Zuge dieser Kooperation gab die Profimannschaft der Ingolstädter Panther erst Anfang November ein Gastspiel an der Ilm, dessen Erlös dem Pfaffenhofener Nachwuchs zu Gute kam.

Erfolgreiche IceHogs
Die Erste Mannschaft des ECP spielt seit dem Aufstieg aus der Landesliga 1987 in der Bayernliga, der höchsten Amateurliga Bayerns, und gehört damit zu den Dinos der Liga. 1998 gelang sogar der Sprung in die damalige 2. Liga Süd. Nicht zuletzt aus finanziellen Gründen konnte man sich in dieser halb-professionellen Spielklasse nur
drei Spielzeiten halten, seit dem Abstieg im Jahr 2000 ist die Bayernliga wieder Heimat der IceHogs, wie sich die Mannschaft seit 2002 nennt. Mit dem Gewinn der Bayerischen Meisterschaft 1993 und den Vizemeistertiteln 1989, 1997, 2005 und 2008
gehörten die IceHogs viele Jahre zu den erfolgreichsten Mannschaften der Liga. Viele in der Eishockeyszene klangvolle Namen streiften in dieser Zeit das ECP-Trikot über, so z. B. Ex- NHL-Profi Bob Sullivan, ehemalige Nationalspieler wie Wacki Kretschmer, Terry Campbell, Alan Young oder Elvis Beslagic, nicht zu vergessen Topscorer wie Rodger Huiatt, Rod Poindexter oder Roman Mucha und nicht zuletzt
David Vokaty, mit über 750 Spielen und über 1.200 Punkten der erfolgreichste Spieler in der Historie des ECP. Seit einigen Jahren muss der Verein, der im Vergleich zum Großteil der Konkurrenz über deutlich geringere Mittel verfügt, jedoch immer mehr um das Überleben in der zunehmend professionell werdenden Bayernliga kämpfen.
Neben der Ersten Mannschaft betreibt der Verein auch eine Zweite
Mannschaft in der Bezirksliga, in der die jungen Talente an das Bayernligateam
herangeführt werden sollen.

Die Eiskunstlauf-Abteilung

Die ECP-Eiskunstlaufabteilung hat derzeit 24 aktive Läufer, die an Wettbewerben
teilnehmen. Geschult werden diese an drei Trainingstagen von insgesamt sechs Trainern, darunter mit Eva-Maria Fitze auch eine ehemalige Deutsche Meisterin. Bereits ab dem vierten Lebensjahr lernen die Kinder die verschiedensten Eiskunstlauf-Elemente. Im weiteren Verlauf kommen verstärkt Techniktraining (Sprünge, Pirouetten) und Eistanzschritte hinzu. Ziel des Eiskunstlaufs ist es, den
sportlichen (technischen) Teil mit dem künstlerischen Aspekt ideal zu verbinden. Dafür studieren die bereits älteren Läufer eine Kür mit Musik ein. Dieses Können stellen die Eiskunstläufer während der Saison bei diversen Wettkämpfen unter Beweis. Darüber hinaus bietet die Eiskunstlaufabteilung im Rahmen des Breitensports jährlich einen Riegenbetrieb an, in dem Kinder das Schlittschuhlaufen erlernen und vertiefen können. Die Eiskunstlaufabteilung feierte ihren bisher größten sportlichen Erfolg 2008 mit dem Bayerischen Jugend-Vizemeistertitel von Manuela Roth, die inzwischen auf die Trainerseite gewechselt hat. Bei etlichen überregionalen Wettbewerben können sich die jungen ECP-Nachwuchsläufer immer wieder gut in Szene setzen. Aus den Reihen des ECP ging mit der Eisschnellläuferin Marion Wohlrab auch eine Olympiateilnehmerin 2002 in Salt Lake City hervor.

Ansprechpartner der Eiskunstlaufabteilung
findet man auf www.ecppaf.
de unter Eiskunstlauf.

Der Eishockey-Nachwuchs

Der EC Pfaffenhofen hat derzeit fünf Eishockey-Nachwuchsmannschaften mit gut 100 Kindern im Spielbetrieb, und damit alle im Bayerischen-Eissportverband (BEV) möglichen Altersklassen von den Bambinis (U 10) bis zur Jugend (U 19) besetzt. Durch den Aufstieg der Kleinschüler (U 12) und der Knaben (U 14) in der letzten
Saison spielen inzwischen sämtliche Teams in der Landesliga. Alle Mannschaften
trainieren mindestens zweimal die Woche, bestreiten mindestens 20 Spiele pro Saison und werden ausschließlich von lizenzierten Trainern und Übungsleitern betreut. Aufgrund der Zusammenarbeit mit dem ERC Ingolstadt sind die Schüler
(U 16) und die Jugend (U 19) als Spielgemeinschaften gemeldet, um Spielern, die beim ERCI noch nicht den Sprung in die Schüler-Bundesliga bzw. in die Deutsche Nachwuchsliga (DNL) schaffen, eine Spiel- und Weiterentwicklungsmöglichkeit
zu bieten. Andererseits sind etliche ECP-Talente aus dem Knaben- und Kleinschülerbereich, die auch dem Sichtungskader des BEV angehören, mit Doppellizenzen ausgestattet und können damit auch für den ERCI auflaufen.
Für Jungen und Mädchen, die sich für den Eishockeysport interessieren, ist jederzeit ein Schnuppertraining möglich. Infos gibt Jugendtrainer Christian Strack unter stracki@ ecp-nachwuchs.de. Aufgelöst wurde inzwischen die ECP-Stockschützenabteilung, die in der Vergangenheit auf große Erfolge zurückblicken konnte. U. a. stehen eine Deutsche Meisterschaft und ein Europapokalsieg in der Erfolgsstatistik.

Nähere Informationen über den ECP gibt es unter www.ecp-paf.de.

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Aktiver Eishockey-Nachwuchs

Christian Strack beantwortete der PAF und DU-Redaktion einige Fragen zu seiner Arbeit als Jugendtrainer im EC Pfaffenhofen:

1. Der ECP hat einen sehr aktiven Nachwuchs. Wie alt sind denn ihre jüngsten Eishockeyspieler?
Bei uns können die kleinsten schon ab 4 Jahren zum Training kommen. Am aktiven spielbetrieb dürfen sie mit 6 Jahren in der U10 teilnehmen. Wir arbeiten an der Gestaltung einer U8 Mannschaft da dürfen die kleinen Kuvenflitzer dann schon mit 5 Jahren spielen

2. Freuen Sie sich über neue Mitspieler oder sind Sie quasi ausgebucht? Und wie gut muss man Eislaufen können, um bei Ihnen mitzumachen?
Natürlich sind Wir bestrebt neue Spieler zu bekommen und freuen uns über jeden neuen Spieler/in, In der Regel lernen die Kids bei uns Schlittschuh laufen, also ist eine Vorkenntnis nicht nötig

3. Gibt es beim Eishockey-Nachwuchs auch Mädchen? Und hat die Eiskunstlauf-Abteilung auch Buben in ihren Reihen?

Ja, wir haben eine Reihe Mädchen die Eishockey spielen sie sind wichtige Bestandteile ihrer Mannschaften, das ist auch im Eiskunstlauf so.

4. Gibt es auch ein Sommertraining? Und wie sieht das aus?

Wir bieten jeden Sommer ein Sommertraining an. Grundlagen dieser Trainings sind Kondition und Technik. Es wird sehr viel an Körperspannung ,Athletik und Technik mit Schläger gearbeitet

5. Wie gestaltet sich eigentlich die Zusammenarbeit mit dem ERC Ingolstadt?

Wir stehen sehr eng zusammen im Bereich Nachwuchs. Seit etlichen Jahren haben wir Spielgemeinschaften im Bereich U16/U18 seit dieser Saison haben wir eine sogenannte Kooperation mit den Altersklassen U12/U14 wo den maximal 8 Spielern Doppellizenzen ausgestellt werden und Sie für beide Vereine spielberchtigt sind.

6. Wie zufrieden sind Sie denn mit dem Umbau des Eisstadions?

Wir freuen uns über diesen Umbau den die Stadt Pfaffenhofen umgesetzt hat sehr, das Feedback der Gastvereine über die sauberen Kabinen ist immer positiv. Das unsere Kinder auch Trockenräume haben für die Ausrüstung ist toll, viele Kinder kommen jetzt mit dem Fahrrad zum Training
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