Zum „Tag der Muttersprache“ am 21. Februar: Mehrsprachige Vorlesestunde und Lesung im Haus der Begegnung

In der Stadtbücherei im Haus der Begegnung gibt es etliche mehrsprachige Bücher. Am „Tag der Muttersprache“ am 21. Februar sind Kinder und Erwachsene zum Vorlesenachmittag eingeladen. (Foto: Susanne Huber)
In Pfaffenhofen gibt es neben dem Deutschen und dem Bairischen über 90 Muttersprachen! Die Menschen, die hier leben, stammen aus fast 100 verschiedenen Ländern und sie sprechen 90 unterschiedliche Sprachen und Dialekte. Ein guter Grund für die Integrationsstelle im Pfaffenhofener Rathaus, am internationalen Tag der Muttersprache, der am 21. Februar begangen wird, Kinder und Erwachsene bei freiem Eintritt zu zwei Veranstaltungen einzuladen.

Sprachen und Dialekte sind ebenso wichtige wie vielseitige Kommunikationsmedien – sie können Brücken, aber auch Barrieren bilden. Von Kindesbeinen erlernt, nimmt die Muttersprache eine besondere Rolle ein. Sie ist Teil der Identität und gibt ein Gefühl der Zugehörigkeit. Sie verbindet den Menschen mit seiner Herkunft und seiner Familie.

Am 21. Februar, dem internationalen Tag der Muttersprache, wollen die Mitarbeiterinnen der städtischen Integrationsstelle an die Bedeutung des Kulturgutes Sprache erinnern und den vielen verschiedenen Sprachen hier in Pfaffenhofen ihre Wertschätzung aussprechen. Sie haben daher für Kinder ab vier Jahren einen Nachmittag mit Geschichten in Deutsch, Bairisch, Arabisch, Englisch, Französisch, Türkisch und Russisch geplant, wobei die Geschichten jeweils von Muttersprachlern vorgelesen werden. Am Dienstag, 21. Februar, von 15.30 bis 17 Uhr sind Kinder, aber auch Erwachsene herzlich eingeladen, in der Stadtbücherei im Haus der Begegnung fremden Geschichten und der eigenen Muttersprache zu lauschen.

Am Abend des 21. Februar um 20 Uhr ist dann der aus Belgrad stammende Autor Marko Dinic, der vielen Pfaffenhofenern noch aus seiner Zeit als Lutz-Stipendiat 2015 bestens bekannt ist, zu Gast im Haus der Begegnung. Der Autor, der 2016 für den Ingeborg-Bachmann-Preis nominiert war, liest im Theatersaal Gedichte aus seinem Gedichtzyklus „Irrlichter“ und Auszüge aus seinem neuesten Roman „Als nach Milosevic das Wasser kam“. Marko Dinic, 1988 in Wien geboren und in Belgrad aufgewachsen, beschäftigt sich in seinen Texten intensiv mit Fragen der Integration und den alltäglichen Hürden und Tücken der Migration in Bezug auf Sprache.

Im Anschluss an die Lesung besteht die Möglichkeit zum Gespräch mit dem Autor. Sowohl zur Vorlesestunde als auch zur abendlichen Lesung ist der Eintritt frei.

Bericht Kulturkanal Ingolstadt: Tag der Muttersprache
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