Stadt Pfaffenhofen setzt auf gesunde Schulverpflegung

Für gutes Mittagessen: Stadtrat legt Kriterien für die Schulverpflegung in der neuen Grund- und Mittelschule fest

Die neue Grund- und Mittelschule Pfaffenhofen, die Anfang 2018 in Betrieb gehen soll, wird viele Ganztagsschüler haben. Mittelfristig werden über 300 Schülerinnen und Schüler von der 5. bis zur 10. Jahrgangsstufe in der Schule zu Mittag essen. So stand das Thema Schulverpflegung jetzt auf der Tagesordnung des Stadtrats, der in nichtöffentlicher Sitzung einstimmig beschloss, die Schulverpflegung neu auszuschreiben und dabei auf hochwertiges, frisch gekochtes Essen ohne Tiefkühlkost zu setzen.

Die Stadtverwaltung hat eine Pfaffenhofener Beratungsfirma mit der Erstellung des Leistungsverzeichnisses und der Ausschreibungsunterlagen beauftragt. Die Kiosk- und Automatenversorgung ist darin nicht enthalten und wird separat vergeben.

Bei einem vorbereitenden Workshop mit Vertretern der Stadt und des Stadtrats, der Schule und des Elternbeirats waren die Grundlagen für die künftige Schulverpflegung erarbeitet worden, die jetzt vom Stadtrat bestätig wurden. Darin wird z. B. Tiefkühlkost grundsätzlich ausgeschlossen, es werden gesunde Produkte sowie bestmögliche, bezahlbare Speisenqualität verlangt mit Einbindung regionaler, saisonaler und biologischer Lebensmittel sowie Fair-Trade-Produkten. Eine Warmhaltezeit von drei Stunden darf nicht überschritten werden; empfindliche Lebensmittel wie Fisch oder grünes Gemüse sollen sogar kalt angeliefert und dann vor Ort fertig gegart werden, um eine Warmhaltezeit unter 45 Minuten zu gewährleisten. Außerdem wird Wert auf eine umweltschonende und nachhaltige Speisenversorgung gelegt.

Die Stadt Pfaffenhofen stellt dem künftigen Dienstleister die neuen Küchen- und Mensaräume im Schulhaus sowie die notwendigen Geräte unentgeltlich zur Verfügung. Sie übernimmt auch die Wartung und Reparatur sowie die laufenden Betriebs- und Nebenkosten. Umgerechnet auf ein Essen würde das Kosten von ca. 1,60 Euro ergeben, die die Stadt aber selbst übernehmen und nicht auf den Essenspreis aufschlagen will.

Nach dem einstimmigen Beschluss des Stadtrates kann jetzt die Ausschreibung durchgeführt werden. Der neue Vertrag für die Schulverpflegung soll vom 1. Februar 2018 zunächst bis zum 31. Juli 2019 laufen. Ob er dann verlängert wird, hängt nicht zuletzt von den Schülern ab, denn sie werden zweimal im Jahr nach ihrer Zufriedenheit mit dem Essen befragt.
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