Solidaritätsessen zur Fastenzeit: zahlreiche Besucher und fast 900 Euro Erlös

Ein Solidaritätsessen zur Fastenzeit organisiert der Sachausschuss „Eine Welt“ der katholischen Stadtpfarrei St. Johannes Baptist bereits seit Jahren an einem der Fastensonntage. Am Sonntag, 2. April, konnten sich die Veranstalter über zahlreiche Gäste im Pfarrsaal freuen, die sich eine herzhafte Gemüsesuppe schmecken ließen und so das „Fasten für Menschen in Not“ unterstützten.

Der Erlös des Fastenessens in Höhe von insgesamt 894 Euro kommt diesmal zwei Projekten zugute: Zum einen der Jasmin-Hilfe für das syrische Flüchtlingslager Al-Marj im Libanon und zum zweiten einem Krankenhaus der Comboni-Missionare in Uganda, in dem Judit Sendtner, eine junge Pfaffenhofenerin, gerade als Missionarin auf Zeit tätig ist. Sie wird nach ihrer Rückkehr nach Pfaffenhofen in einem Vortrag über ihre Arbeit berichten, die ihr viel Freude macht, bei der sie aber auch große Not erlebt. So musste sie auf der Geburtsstation miterleben, wie ein Frühchen, das sie fünf Wochen lang mit gepflegt hatte, schließlich nur starb, weil ein funktionierendes Sauerstoffgerät fehlte (weitere Informationen auf www.cosamaz.org).

Judits Vater Franz Sendtner, der selbst Mitglied im Sachausschuss „Eine Welt“ ist, erzählte von der Arbeit seiner Tochter und dankte dem fleißigen Koch- und Vorbereitungsteam mit Renate Popp, Maria Böswirth, Maria Yu, Bernhard Scholz, Hildegard Ponetsmüller, Heinz Böhm, Sepp Steinbüchler sowie Birgit, Vera und Berthold Riesenbeck für ihre Arbeit. Ein herzliches Dankeschön ging zudem an Birgit Riesenbeck und Vroni Reil, die Hefezopf gebacken hatten und an Jasmina Naguib Agha und weitere syrische Frauen in Pfaffenhofen, die arabische Süßigkeiten als Nachtisch gebacken hatten. Außerdem hatte die Bäckerei Bergmeister Brot zur Verfügung gestellt und die Pfarrei stiftete die Getränke.

Jasmina Naguib Agha engagiert sich selbst bei der Jasmin-Hilfe, die sich als Initiative deutsch-syrischer Ärzte vor allem um die Beschaffung von Grundnahrungsmitteln und um die medizinische Versorgung der Kinder in den Flüchtlingslagern oder Kriegsgebieten kümmert. Sie informierte die Besucher des Fastenessens aus erster Hand über die Probleme im syrischen Flüchtlingslager Al-Marj im Libanon, wo vor allem Hilfe für die medizinische Versorgung, aber auch für die Trinkwasserversorgung notwendig ist.

Einen direkten Eindruck von der Situation in dem Flüchtlingscamp vermittelte zudem eine kleine Ausstellung mit Fotos des bekannten Journalist und Fotografen Richard Kienberger aus Pfaffenhofen. Kienberger hatte auch Fotobücher zur Verfügung gestellt, deren Verkaufserlös ebenfalls der Jasmin-Hilfe zugutekam.
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