Mit Odin macht die Schule Spaß – Der Schulhund in der Adolf-Rebl-Schule

Wenn Florian aus dem Schulbus steigt, ist seine erste Frage: „Ist Odin da?“ Florian besucht die Adolf-Rebl-Schule, das Förderzentrum für geistige Entwicklung. Der Labrador „Odin“ ist der Schulhund. Er hat zusammen mit seiner Besitzerin, der heilpädagogischen Förderlehrerin Doris Schneider, eine umfangreiche Ausbildung in tiergestützter Pädagogik und Therapie absolviert. Ein Hund in der Schule schafft eine entspannte Lernatmosphäre und motiviert die Kinder in vielen Bereichen: Odin apportiert zum Beispiel Mäppchen, deren Inhalt eine Rechenaufgabe ist. Er bringt Karten, aus denen ein Wort oder Satz gebildet werden muss oder legt seine Pfote auf Punkte, unter denen Aufgaben versteckt sind. Motivierend ist es, wenn als Belohnung für eine gute Arbeit Kuscheln mit Odin winkt.
Hunde begegnen den Menschen gerne vertrauensvoll und unvoreingenommen. Sie haben keine Vorurteile und fragen nicht nach Können oder Leistung. Unruhige Kinder werden ruhiger und können sich entspannen. Intensiv behinderte Kinder fühlen das weiche Fell, spüren die Wärme und Atmung des Hundes und werden aufmerksamer und aktiver.
Über der Hundebox hängen die Regeln zum Umgang mit Odin. Die Kinder nehmen diese Regeln sehr ernst und weisen auch ihre Mitschüler darauf hin.
Besonders hilfreich ist die Arbeit für Schüler, die Angst vor Hunden haben. Mit Martin wurde deshalb eine Begegnung in kleinen Schritten geübt. Er konnte Odin zunächst durch eine Glastüre beobachten. Dann näherte er sich ihm von Woche zu Woche, bis die Glastüren geöffnet werden konnten. Das nächste Ziel war, dass sich der Hund frei im Klassenzimmer bewegen konnte. Mittlerweile kann Martin, der vorher panische Angst vor Hunden hatte, schon kleine Kunststücke mit Odin vorführen. Er hat gelernt, mit dem Hund zu kommunizieren und ihn zu führen.
Odin sorgt für Entspannung, Motivation und neue Anregungen – mit Odin macht die Schule noch mehr Spaß!
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