Selfie mit Sheikh: Christoph Peters eröffnet die ersten Pfaffenhofener Literaturtage

Christoph Peters (Foto: Peter von Felbert)
Mit einer geballten Ladung an Literatur geht die Pfaffenhofener Lesebühne in die nächste Runde. Vom 19. bis 22. Oktober lädt die Stadt Pfaffenhofen zu fünf Lesungen mit hochkarätigen Autoren ein. Statt also wie bisher Lesungen aus verschiedensten Bereichen über mehrere Wochen zu verteilen, gibt es nun zum ersten Mal gebündelte Literaturtage.

Bei der Auftaktveranstaltung am Donnerstag, 19. Oktober um 20 Uhr stellt der Berliner Autor Christoph Peters seinen neuen Band mit Erzählungen unter dem Titel „Selfie mit Sheikh“ vor. Die Lesung wird vom Pfaffenhofener Kulturreferenten und Schriftsteller Steffen Kopetzky moderiert.
Was fasziniert uns an der Lebenswelt, Mentalität und Kultur des modernen islamischen Orients – und was erschreckt uns? Wie sehr verstehen wir sie und wie sehr bleiben sie uns fremd? Inwieweit gelingt es uns, uns auf sie einzulassen und in sie einzutauchen? Und inwieweit bleiben wir gefangen in unseren westlichen Projektionen und Vorurteilen?

Immer wieder hat Christoph Peters in seinen Büchern die Berührungspunkte und Reibungsflächen der westlichen Welt mit anderen gesellschaftlichen und spirituellen Traditionen ausgelotet. Vor allem die Schnittstellen von Orient und Okzident, von Überlieferung und Moderne beschäftigen ihn zutiefst, die Faszinationskraft wie die Verstörung, die von der Begegnung mit zunächst fremden Lebens- und Denkweisen ausgehen.

Auf beeindruckende Weise umkreisen Christoph Peters‘ Erzählungen diese Themen in immer neuen Facetten. Die Geschichten dieses Bandes spielen teils in Deutschland, teils in Ländern des Nahen und Mittleren Ostens, die Christoph Peters in den vergangenen Jahren intensiv bereist hat: in Pakistan, Ägypten, Saudi-Arabien oder der Türkei. Wie kaum ein anderer deutschsprachiger Autor lässt uns Christoph Peters in seinen Erzählungen eintauchen in eine manchmal unergründliche, manchmal verstörende, bisweilen komische und gelegentlich auch überraschend vertraute Welt jenseits des Abendlands.
Christoph Peters wurde 1966 in Kalkar geboren. Er studierte von 1988 bis 1994 Malerei an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe, zuletzt als Meisterschüler. Von 1995 bis 1999 war er am Flughafen Frankfurt/Main als Fluggastkontrolleur beschäftigt. Zusammen mit dem indischen Schriftsteller Kiran Nagarkar war er Dozent der 22. Tübinger Poetik-Dozentur 2008. Für seinen Roman „Mitsukos Restaurant“ erhielt er den Rheingau Literaturpreis 2009. Christoph Peters lebt mit seiner Frau, der Schriftstellerin Veronika Peters, und der gemeinsamen Tochter in Berlin.

Die Lesung findet am Donnerstag, 19. Oktober, um 20 Uhr im Festsaal des Rathauses statt. Einlass ist um 19.30 Uhr. Karten gibt es im Vorverkauf zum Preis von 10 bzw. ermäßigt 8 Euro beim Pfaffenhofener Kurier, bei Elektro Steib, beim intakt Musikinstitut sowie online unter www.okticket.de. An der Abendkasse kostet der Eintritt 12 bzw. ermäßigt 10 Euro.

Das gesamte Programm der Literaturtage siehe www.pfaffenhofen.de/lesebuehne.
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