Lesung der Lutz-Stipendiatin Marie-Alice Schultz

Es ist wieder ein „Zwischenfall“: Zum Abschluss ihres dreimonatigen Aufenthalts in Pfaffenhofen stellt die diesjährige Lutz-Stipendiatin Marie-Alice Schultz ihren lang erwarteten Text über Pfaffenhofen vor. Ihre Kultursommer-Lesung beginnt am Samstag, 29. Juli, um 20 Uhr im Festsaal des Rathauses. Der Eintritt ist frei.

Seit Ende April bewohnt die Hamburger Schriftstellerin den pittoresken Flaschlturm, den sie bis Ende Juli nutzen kann. Ihren Text zur Stadt Pfaffenhofen, der Bedingung für die jeden Lutz-Stipendiaten ist, wird die Autorin bei der Lesung am 29. Juli den Pfaffenhofenern vorstellen. Die Zuhörer dürfen gespannt sein auf den Text, der hier am Ort entstanden ist – quasi als literarischer Entwurf einer Außensicht der Autorin auf das Leben in Pfaffenhofen.

Im Andenken an den Namensgeber des Stipendiums, den Heimatdichter Joseph Maria Lutz, wird Marie-Alice Schultz wieder einen „Zwischenfall“ schildern: Der gleichnamige Roman war 1928 der literarische Durchbruch für den jungen Pfaffenhofener Schriftsteller Joseph Maria Lutz. Die Beiträge der bisherigen Stipendiaten Matthias Jügler, Marko Dinic und Johann Reißer hatten jeder auf seine Art für große Aufmerksamkeit in Pfaffenhofen gesorgt.

Die Stadt Pfaffenhofen hat das Aufenthaltsstipendium für Schriftsteller in diesem Jahr zum vierten Mal vergeben. Die Jury – Kulturreferent und Schriftsteller Steffen Kopetzky, Kulturjournalistin Barbara Fröhlich und Dramaturg und Philosoph Dr. Lenz Prütting – hatte sich aus zahlreichen eingereichten Bewerbungen für die freie Künstlerin Marie-Alice Schultz entschieden.

Ihr eingereichter Text, ein Auszug eines Romanprojekts, der aus verschiedensten Perspektiven die Geschichte einer Familie schildert und dabei auch die innerdeutsche Grenze und deren Einfluss auf die Biographien thematisiert, beeindruckte die Jury.

Schultz studierte Theaterwissenschaft und Germanistik an der Freien Universität in Berlin. Fünf Jahre später begann sie ihr Studium der Bildenden Kunst an der Universität für Angewandte Kunst in Wien. Seit ihrem Diplom 2010 arbeitet sie als freie Künstlerin, wie sie es selbst formuliert, an der Schnittstelle zwischen Text und Zeichnung.

Im Rahmen der Lesung am 29. Juli im Rathaus-Festsaal wird Marie-Alice Schultz auch weitere Kostproben aus ihrem Schaffen präsentieren.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.