„Eine Hymne an die Kreativität“: Ausstellung von Thomas Neumaier eröffnet

Als „eine Hymne an die Kreativität“ bezeichnete Günther Köppel, emeritierter Professor für Kunstpädagogik an der KU Eichstätt, die Ausstellung von Thomas Neumaier, die derzeit in der Städtischen Galerie im Pfaffenhofener Haus der Begegnung zu sehen ist. Unter dem Titel „Kleine Stadteingriffe“ zeigt der Ingolstädter Künstler, der auch das Denkmal für die Opfer des Nationalsozialismus am Haus der Begegnung konzipiert hat, über 20 Zeichnungen, Collagen, Verkehrsschilder und Objekte, die absurd erscheinen, den Betrachter bisweilen spontan zum Lachen bringen, wobei ihm das Lachen auch mal im Halse stecken bleibt.

Thomas Neumaier ist seit 1969 künstlerisch tätig – auch international – und er ist bekannt für seine kritischen und provokanten Werke. „Er ist stets etwas unorthodox, aber immer authentisch“, erklärte Günther Köppel, sprach von der „Freiheit des Denkens“ und betonte: „Künstler wie er sind in einer Demokratie nicht nur das Salz in der Suppe, sondern sogar das Konservierungsmittel der Demokratie.“

Thomas Neumaier, so Köppel weiter, brauche für seine Arbeiten alte, aussortierte Gegenstände, denen er neues Leben einhaucht und sie erzählen lässt, so dass sie zu „kleinen Nachdenkmälern“ werden.

Ausgediente Gegenstände, alte Verkehrsschilder, Leitpfosten und Rohre sowie kaputte Flip Flops benutzte auch Heinz Grobmeier, Multiinstrumentalist und Instrumente-Erfinder aus Hemau, für seine amüsante Musikperformance. In der Aufmachung eines Bauhof-Mitarbeiters schimpfte er „Immer dieser Müll!“, entlockte diesem „Müll“ aber ganz erstaunliche Töne und Klänge.

„Fantastische Musik“, meinte dazu Kulturreferent Steffen Kopetzky, der die Besucher zu einer „Ausstellung voller humorvoller und intelligenter Ideen“ begrüßen konnte. Er freute sich, dass es derzeit auf dem Kulturweg so viel gute Kunst wie noch nie in der Stadt gebe, und da bilde die Vernissage in der Städtischen Galerie den Auftakt „mit einem exzellenten Künstler“.

Die Ausstellung „Kleine Stadteingriffe“ ist noch bis einschließlich 21. Juni bei freiem Eintritt in der Städtischen Galerie im Haus der Begegnung zu sehen. Die Öffnungszeiten sind: Montag bis Freitag von 9 bis 12 Uhr und 13.30 bis 16.30 Uhr sowie Samstag, Sonntag und an Feiertagen von 10 bis 18 Uhr.
Am 3. Juni bleibt die Galerie ausnahmsweise geschlossen.

Der Künstler ist am 17. und 18.6. persönlich anwesend.
Wegen Mittagspause wird die Galerie an diesen beiden Tagen ab 12.00 bis 13.30 Uhr geschlossen sein.
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