Die Stadtbücherei im Haus der Begegnung – ein Ort für Familien

Eine ehrenamtliche Mitarbeiterin beim Durchstöbern der Regale in der Stadtbücherei im Haus der Begegnung (Foto: Susanne Huber)
Das Konzept der Stadtbücherei im Haus der Begegnung, vor allem eine Familienbibliothek zu sein, geht auf. Im Jahr 2016 hat sich die Zahl der jungen Leser weiter erhöht.

Insgesamt haben 971 Leser 35.835 Bücher, Hörbücher, CDs, Kassetten und Zeitschriften ausgeliehen. Zwar wurde ein leichter Rückgang der Ausleihzahlen registriert, dennoch meldeten sich 159 Erwachsene und 95 Kinder neu an.
Mit 31 Abonnements wird das Zeitschriftenangebot weiterhin gerne angenommen.

Die Bücher der Kuh Lieselotte (Autor: Alexander Steffensmeier), die Geschichten vom alten Pettersson (Sven Nordqvist) und vom Drachen Kokosnuss (Ingo Siegner) sowie die neu angeschafften Tiptoi-Bücher zählen zu den Rennern im Kinderbereich. Bei den Erwachsenen erfreuten sich die Romane „Eine deutsche Leidenschaft namens Nudelsalat“ von Rafik Schami, „Die Betrogene“ von Charlotte Link und „Vom Inder, der mit dem Fahrrad bis nach Schweden fuhr“ von Per Andersson der größten Beliebtheit.

Aus den zur Verfügung stehenden Mitteln konnten rund 581 neue Medien angeschafft werden. Zusätzlich bekam die Bücherei weitere 336 Bücher geschenkt. Für die Einrichtung einer „Asylothek“, eines Buchbestands mit zweisprachigen Büchern zum Deutschlernen, Sprachkursen und leichter Lektüre in deutscher Sprache, stellte die Diözese Augsburg Sondermittel zur Verfügung. Hier konnten 32 Medien eingekauft werden.

Im vergangenen Jahr fanden zahlreiche Veranstaltungen in der Stadtbücherei statt. So zum Beispiel der Kreisentscheid des Vorlesewettbewerbs des Börsenvereins des deutschen Buchhandels, organisiert durch Doris Brock. Auch das „Bücherwürmchen“-Angebot war wieder schnell ausgebucht. Hier beschäftigen sich bereits die Kleinsten zwischen 18 und 36 Monaten gemeinsam mit ihren Müttern auf spielerische Weise mit Büchern.

Verschiedene Pfaffenhofener Kindergärten und Schulen besuchten die Bücherei im Haus der Begegnung außerhalb der Öffnungszeiten. 31 Vorschulkinder nahmen mehrere Termine wahr und bestanden so den „Büchereiführerschein“. Zu den Vorlesestunden, die jeden Mittwoch stattfinden, kamen 155 Kinder. Auch an den beiden Ferienpass-Vormittagen waren die Mädchen und Buben bei den Spielen mit viel Eifer dabei. Am bundesweiten Vorlesetag im November besuchten Kindergartengruppen die Bücherei und hatten viel Spaß beim Bilderbuch-Kino.

Für die Erwachsenen fanden der beliebte Buchflohmarkt und begleitend dazu städtische Buchausstellungen zu den Themen „Afrikanische Kunst – Die Kunst deines Nachbarn III“ sowie „70 Jahre Flucht und Vertreibung“ statt. Außerdem hielt Bernhard Scholz eine Lesung über „Schwammerl in unseren Wäldern“.

30 Frauen und zwei Männer arbeiten ehrenamtlich in der Stadtbücherei. Sie alle haben im Jahr 2016 insgesamt 1.877 Stunden geleistet. Eine ehrenamtliche Mitarbeiterin absolvierte die Ausbildung zur kirchlichen Büchereiassistentin des Borromäusvereins in Kooperation mit dem Sankt Michaelsbund.

Für das Jahr 2017 möchte die Stadtbücherei ihre Entwicklung weiter in Richtung Familienbibliothek mit entsprechender Schwerpunktsetzung fortsetzen und außerdem den Bestand der „Asylothek“ ausbauen. Im April wird zudem die Ausleihe von elektronischen Medien eingeführt.
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