Das Mädchen im Strom: Bestsellerautorin Sabine Bode liest bei den Pfaffenhofener Literaturtagen

Sabine Bode (Foto: Marijan Murat)
Die zweite Lesung bei den Literaturtagen der Pfaffenhofener Lesebühne verspricht beeindruckende Unterhaltung zwischen realen Ereignissen und persönlichen Schicksalen. Die Kölner Bestsellerautorin Sabine Bode stellt am Freitag, 20. Oktober, im Festsaal des Rathauses ihr neues Buch und damit ihren ersten Roman vor.

Sie ist das hübscheste, frechste und mutigste Mädchen an den Stränden des Rheins – und sie ist Jüdin. Die Geschichte der Gudrun Samuel ist die Geschichte einer ganzen Generation junger Frauen, die die Naziherrschaft und der Krieg zur Flucht gezwungen haben. Ein beeindruckendes und mitreißendes Zeugnis einer Epoche.

Als Mädchen ist sie im Rhein hinter den Kohleschleppern hergeschwommen. Sie hat den jungen Männern in Mainz die Köpfe verdreht. Doch als die Nazis an die Macht kommen und die junge Jüdin sich entscheidet, mit gefälschten Papieren Deutschland zu verlassen, wird sie gefasst und kommt in Gestapo-Haft. Ihr gelingt die Flucht, aber sie ist nun nicht mehr das Mainzer Mädchen Gudrun, sondern die Flüchtende Judy: in der transsibirischen Eisenbahn und im Judenghetto von Shanghai. Sie überlebt den Krieg, doch die Odyssee geht weiter. „Das Mädchen im Strom“ ist ein ergreifender Roman über das einzigartige Schicksal einer Frau im 20. Jahrhundert.

Sabine Bode, Jahrgang 1947, begann als Redakteurin beim „Kölner Stadt-Anzeiger“. Seit 1978 arbeitet sie freiberuflich als Journalistin und Buchautorin und lebt in Köln. Sie ist eine renommierte Expertin auf dem Gebiet seelischer Kriegsfolgen. Ihre Sachbücher „Die vergessene Generation“, „Kriegsenkel“, „Nachkriegskinder“ und „Kriegsspuren“ sind Bestseller und wurden in mehrere Sprachen übersetzt. Zu Ihrem ersten Roman erklärt Sabine Bode: „Bei meinem Wunsch, die Geschichte Gudrun Samuels weiter zu erforschen, trieb mich vor allem folgende Frage an: Wie bewahrte sie ihre Selbstachtung, obwohl sie so lange der Willkür anderer ausgeliefert war?“

Die Lesung findet am Freitag, 20. Oktober, um 20 Uhr im Festsaal des Rathauses statt. Einlass ist um 19.30 Uhr. Karten gibt es im Vorverkauf zum Preis von 10 bzw. ermäßigt 8 Euro beim Pfaffenhofener Kurier, bei Elektro Steib, beim intakt Musikinstitut sowie online unter www.okticket.de. An der Abendkasse kostet der Eintritt 12 bzw. ermäßigt 10 Euro.

Das gesamte Programm der Literaturtage siehe www.pfaffenhofen.de/lesebuehne.
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