Das Dröhnodrom ist wieder da!

Dirtbike Aktion
 
Graffiti-Battle
Viele begeisterte Besucher beim neuaufgelegten Jugendkultur- und Musikfestival

Über 1500 begeisterte Besucher, ein rundum hochwertiges Jugendkulturprogramm, sensationell gute Bands und voll zufriedene Veranstalter. Das ist die Bilanz von Dröhnodrom reloaded am letzten Samstag. Die Besucherzahlen litten zwar unter der großen Hitze und unter den vielen Konkurrenzveranstaltungen, der Zufriedenheit über eine gelungene Veranstaltung tat dies aber keinen Abbruch.

2001 fand zuletzt das Dröhnodrom statt. Seitdem gab es eine derartige Verbindung zwischen Jugendkultur und Popmusik nicht mehr in Pfaffenhofen. Zwar veranstalte die Stadtjugendpflege über die Jahre immer wieder größere Konzerte und auch der alljährliche Saitensprung war und ist Garant von Open Air-Feeling in Pfaffenhofen, aber die ganz spezielle Mischung des Dröhnodrom vor allem in der Größe war seitdem in Pfaffenhofen nicht mehr möglich. Für dieses Jahr sollte das anders werden; die Stadtjugendpflege und das Kulturamt legten gemeinsam das Format wieder auf. Und das erfolgreich. Der Plan war allerdings nicht die Wiederauflage in gleicher Form mit dem Ziel große Bands nach Pfaffenhofen zu holen, sondern das Konzept war die enge Verbindung zwischen lokaler Jugendkultur und guter Pop-Musik.

Die Besucher erlebten ein kulturelles Rahmenprogramm der Extraklasse: Sei es beim Breakdance-Battle, beim Miniramp-Skatecontest, bei der Dirtbike-Aktion, beim HipHop-Tanz oder beim Graffiti-Battle: In allen Bereichen war ein Niveau zu sehen, das sonst nur in größeren Städten anzutreffen ist. Neben dem spektakulären Können ist aber vor allem bemerkenswert, dass diese Aktionen alle aus der lokalen Szene selbst kamen: „Was all diese Sachen aber erst so richtig zu etwas Besonderem macht, ist, dass sie von den jungen Leuten selbst auf die Beine gestellt worden sind. Wir haben größtenteils nur für organisatorische Rahmenbedingungen im Hintergrund gesorgt und z.B. die Fläche und das Zeitfenster zur Verfügung gestellt. Den Rest haben dann die Jugendlichen selbst in die Hand genommen“, erklärt Mit-Organisator Christoph Höchtl. „So stellt man sich das als Stadtjugendpfleger vor!“.
Und dies galt sogar für die Dokumentation: Um dieses fulminante Rahmenprogramm und das Dröhnodrom an sich filmisch festzuhalten, war die Utopia-Filmcrew unterwegs und hat noch während der Veranstaltung ein kurzes Trailervideo geschnitten, nachbearbeitet und online gestellt. Außerdem entstand ein sogenanntes Aftermovie, das den Event nochmal zusammenfasst. Beide Videos sind auf dem YouTube-Kanal vom Utopia zu sehen: www.youtube.com/user/talentstation.
„Alles aus und um Pfaffenhofen, alles von und mit den Jugendlichen selbst: ein Traum“, freut sich die Stadtjugendpflege. Genauso ist es bei den zahlreichen Helfern, fast 100 insgesamt, die sich in sämtlichen Bereichen des Festivals freiwillig engagiert haben. Zum Beispiel hinter der Bar, beim Essensverkauf, am Einlass, bei der Bandbetreuung, beim Aufbau, beim Bühnenmanagement, und und und. Dafür bedankte sich auch noch einmal Christoph Höchtl bei allen Mitwirkenden: „Vielen Dank für die ganze Hilfe und damit für ein traumhaftes Festival mitten in der Stadt“.
Zweiter Teil des Festivals war das hochwertige Musikprogramm, das die Balance zwischen lokalen und bekannteren Bands aus ganz Deutschland auf der Hauptbühne suchte. Die große Hitze am Nachmittag erwies sich zwar als etwas problematisch für die Stimmung vor der Bühne, mit Beginn der Hauptacts auf beiden Bühnen am Abend war das aber kein Thema mehr. Alle Bands zogen Ihre Fans vor die Bühne und sorgten für gute musikalische Unterhaltung. Den Veranstaltern war bei der Auswahl allerdings weniger wichtig national bekannte Headliner zu holen, sondern das Augenmerk lag auf guter und abwechslungsreicher Musik mit Fokus auf besondere Sounds. Bestes Beispiel hierfür war sicherlich die Bigband Dachau, die Bigband der Knabenkapelle Dachau. Als teils jugendkulturelles Projekt wollen die Musiker die Leute wieder als Bigband zum Tanzen bringen und mischen hierfür Jazz und elektronische Musik zu einem Live-Erlebnis der besonderen Art. Das Pfaffenhofener Publikum dankte es ihnen mit ausgelassener Stimmung vor der Bühne, vor allem als die Bigband ihr Live-Feature mit BBou als absolutes Special für Pfaffenhofen brachte und damit das Highlight des ganzen Tages setzte.

Das Résumé zu diesem Tag am Pfaffenhofener Hauptplatz lässt sich also mehr als positiv ziehen. Die Wiederauflage wird nicht wieder so lange dauern. Ein genauer Zeitpunkt steht zwar noch nicht fest, sicher ist aber: Das wird auf jeden Fall wiederholt!
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