Claudia Stiglmayr-Keshishzadeh – „Leben(s)Lust – Blind ist nicht schwarz-weiß“

"Roses" von Claudia Stiglmayr-Keshishzadeh
Die Pfaffenhofener Künstlerin Claudia Stiglmayr-Keshishzadeh ist blind und malt. Für sie ist das jedoch kein Widerspruch: „Beim Malen vergesse ich, dass ich blind bin.“
Mit ihrer Kunst möchte sie zeigen, dass man auch mit einem Handicap ein erfülltes, glückliches Leben führen kann. Ihre Freude am Leben spiegelt sich in ihren Werken wider. Ganz nach dem Motto der Ausstellung: „Leben(s)Lust – Blind ist nicht schwarz-weiß“.

Mit 23 Jahren erkrankte die heute 48-jährige gebürtige Pfaffenhofenerin an einer seltenen Form der Leukämie. Den Krebs besiegte Claudia Stiglmayr-Keshishzadeh, allerdings verlor sie als Spätfolge vor zehn Jahren ihr Augenlicht.
Mittels herausragender Vorstellungskraft, Konzentration und ihrer Leidenschaft für Farben und Formen entstehen vor ihrem geistigen Auge – von der Künstlerin auch ihr „3. Auge“ genannt – ihre Werke.
Ihr einziges Hilfsmittel ist dabei ein Audioscanner für drahtlose Etikettenaufkleber, mit dessen Unterstützung sie die verwendeten Farben und Bilder beschriftet bzw. bespricht.
Die Künstlerin widmet sich in ihrer Arbeit vollkommen dem Malen mit Acrylfarbe. Ihre Kunst ist ausdrucksstark und berührend bunt und lebensfroh mit einem intuitiven Gespür für Farben. Sie malt abstrakt, doch manche Bilder weisen überraschend gegenständliche Züge auf.
Claudia Stiglmayr-Keshishzadeh ist seit 1988 künstlerisch tätig und seit 2012 freischaffende Malerin. Ihre Arbeiten waren bereits bei verschiedenen Einzel- und Gruppenausstellungen zu sehen, und zwar u. a. in Pfaffenhofen und Deggendorf, im Flughafen München und in der Uniklinik Köln sowie in der Aachen Business School.

Die Vernissage findet am Freitag, 24. November, um 19.30 Uhr in der Städtischen Galerie im Haus der Begegnung statt.
Im Anschluss ist die Ausstellung bis einschließlich 17. Dezember zu sehen.
Der Eintritt ist frei.
Die Öffnungszeiten der Städtischen Galerie sind: Montag bis Freitag von 9 bis 12 Uhr und 13.30 bis 16.30 Uhr sowie Samstag, Sonntag und an Feiertagen von 10 bis 18 Uhr.
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