Ausstellung „Kleine Stadteingriffe“ von Thomas Neumaier

Thomas Neumaier: "Kleine Stadteingriffe"
Die zweite Ausstellung der Reihe „Pfaffenhofen präsentiert“ in diesem Jahr setzt sich thematisch mit der Stadt als Lebensumfeld auseinander. Ganz passend im Gartenschaujahr, wenn ein großer Teil des Stadtgebiets, der städteplanerisch in einem für Pfaffenhofen einzigartigen Vorgang umgestaltet wurde, der Öffentlichkeit präsentiert wird. Am 19. Mai eröffnet der Ingolstädter Künstler Thomas Neumaier seine Ausstellung „Kleine Stadteingriffe“, die dann bis zum 21. Juni täglich in der Städtischen Galerie im Haus der Begegnung zu sehen ist.

Der Ingolstädter Konzept- und Installationskünstler ist bekannt für seine oft humorvollen Objekte und Installationen, bei denen immer auch ein kritischer Unterton mitschwingt. Er stellt Fragen an unsere Wahrnehmung, er hinterfragt in seinen Arbeiten das, was wir als äußere Realität oder als historische Gegebenheit ansehen. Dabei stellt er oft unsere alltäglichen Konzepte in ihrer eigentlichen Fragilität bloß, weckt Zweifel an dem, was wir für gegeben und fest gefügt halten, liefert Denkanstöße und löst damit Nachdenken und Verunsicherung aus. Seine Werke sind oft gewürzt mit Humor und Absurditäten – wobei Neumaier sich vor allem als realistischen Künstler sieht, der lediglich die Realität und Allgegenwärtigkeit des Absurden abbildet.

Der Künstler legt auf diese Art die Dinge hinter den Dingen offen, zeigt die Ebenen der Realität und das damit verbundene Funktionieren unserer Wahrnehmung. Er überspitzt, verdichtet, fokussiert und legt damit die Mechanismen offen, mittels derer wir uns ein Bild von der Wirklichkeit machen.

In dieser Ausstellung spielt Thomas Neumaier mit den alltäglichen und gewohnten Elementen einer Stadt und lädt ein zum Nachdenken über sie. Mit ausgewählten Objekten, Bildern und Installationen stellt er die totale Funktionalisierung der urbanen Systeme in Frage.

Thomas Neumaier blickt auf zahlreiche Einzelausstellungen und internationale Ausstellungsbeteiligungen zurück. Seine künstlerischen Schwerpunkte sind Objekte als Wahrnehmungsfallen, Stadteingriffe durch Installationen im öffentlichen Raum und kunsthistorische Ausstellungen. In Pfaffenhofen ist er vor allem als Schöpfer des Denkmals für die Opfer des Nationalsozialismus am Haus der Begegnung bekannt.

Die Ausstellung „Kleine Stadteingriffe“ wird am Freitag, 19. Mai, um 19.30 Uhr eröffnet. Sie dauert bis einschließlich 21. Juni. Die Öffnungszeiten der Städtischen Galerie sind: Montag bis Freitag von 9 bis 12 Uhr und 13.30 bis 16.30 Uhr sowie Samstag, Sonntag und an Feiertagen von 10 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist frei.
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