9. Juli „Tag der Musikschulen“ auf der Gartenschau

Die Samba-Gruppe der Städtischen Musikschule
 
Musikalische Früherziehung

Ensembles und Bands aus ganz Oberbayern bieten ein buntes Programm


Mit einem großen „Tag der Musikschulen“ auf der Gartenschau feiert die Städtische Musikschule Pfaffenhofen am Sonntag, 9. Juli ihr 35-jähriges Bestehen. Elf Gast-Ensembles aus ganz Oberbayern werden dazu erwartet und natürlich spielen auch die verschiedenen eigenen Ensembles und Formationen der Pfaffenhofener Musikschule auf. Von 9 bis 20 Uhr können die Gartenschau-Besucher sich auf ein unterhaltsames Musikprogramm auf der Sparkassenbühne am Festplatz sowie auf der Kleinen Bühne im Bürgerpark freuen.

Für jeden Musikgeschmack und jedes Alter ist dabei etwas geboten und auf die kleinen Gäste warten besondere Attraktionen: Da gibt um 16 Uhr das bekannte Kinderlieder-Duo Sternschnuppe zusammen mit dem Kinderchor und Musikschul-Lehrkräften ein Kinderkonzert auf der großen Bühne. Und zu zwei Mitmach-Aktionen auf der Bühne im Bürgerpark lädt die Musikalische Früherziehung um 10.05 Uhr und 12.10 Uhr ein.

Ob Streich-, Saiten-, Holz- und Blechblasinstrumente, Schlagzeug oder Gesang: Beim Tag der Musikschulen ist alles geboten. Sämtliche Formationen der Musikschule Pfaffenhofen – das Salonorchester, die Lehrerband, das Musikschul-Orchester und die verschiedenen Ensembles – treten auf. Und ganz besonders freuen sich Musikschulleiter Auwi Geyer und seine Kollegen auf die Gäste der verschiedenen Musikschulen aus ganz Oberbayern, die diesen Tag mitgestalten.

Da werden u.a. Blasorchester, Big Bands und eine japanische Trommelgruppe der Musikschulen Eichstätt, Erding, Geretsried, Ismaning, Starnberg, Unterhaching und Weilheim erwartet. Außerdem gibt es gemeinsame Konzerte der Musikschul-Orchester Pfaffenhofen und Abensberg sowie der Akkordeon-Kids Pfaffenhofen und Schrobenhausen. Und nicht zuletzt sind auch das Junior-Orchester der Stadtkapelle Pfaffenhofen und der Spielmannszug mit von der Partie. Das abwechslungsreiche Musikprogramm reicht von bayerischer Blasmusik und klassischen Melodien über Swing, Rock, Pop und Funk bis zu Irish Folk und Weltmusik.

Städtische Musikschule Pfaffenhofen wird 35 Jahre alt
Vorläufer reichen sehr viel weiter zurück

Die Städtische Musikschule Pfaffenhofen feiert am 9. Juli ihr 35-jähriges Bestehen. Ihre Vorläufer reichen aber sehr viel weiter zurück und bereits im 19. Jahrhundert gab es ein eigenes Musikschulgebäude am Hofberg. Wie aus dem Pfaffenhofener Heimatbuch von Heinrich Streidl hervorgeht, gab es „eine Art Singschule“ sogar schon im Mittelalter. Die Leitung lag seinerzeit in den Händen des jeweiligen „Lateinischen Schulmeisters“, der zugleich Chorregent war.

In ihrer heutigen Form wurde die Städtische Musikschule im Jahr 1982 gegründet – also vor nunmehr 35 Jahren. Sie ging aus der Städtischen Singschule hervor, deren damaliger Leiter Friedrich Huntscha auch der erste Musikschulleiter war. Sein Vorgänger war der unvergessene städtische Musiklehrer Max Weinberger, bekannt als der „Musi-Max“, der 40 Jahre lang als Kirchenmusiker, Stadtkapellmeister und Leiter der Liedertafel in Pfaffenhofen tätig war. Er hatte die Singschule 1941 gegründet und bis 1973 geleitet. Unter Chorregent Friedrich Huntscha wurde dann an der Singschule auch Flöten- und Klavierunterricht erteilt.

Anfang 1982 stellte der damalige Kulturreferent Willihard Kolbinger den Antrag auf Gründung einer allgemeinen Sing- und Musikschule. „Nicht nur Herr Huntscha fordert dies berechtigt seit Jahren, auch alle anderen, die in Pfaffenhofen mit Musikerziehung zu tun haben“, schrieb Kolbinger. Nach schwierigen Verhandlungen wurde der Stadtrat diesem Wunsch gerecht und so wurde 1982 aus der Singschule die Städtische Musikschule.

In den Folgejahren stieg das Instrumentalangebot ebenso an wie die Schülerzahlen. 1983, im ersten Jahr ihres Bestehens, war das Angebot der Städtischen Musikschule aber noch vergleichsweise bescheiden. Damals unterrichteten vier Lehrkräfte 176 Schüler in den Singklassen sowie den Instrumenten Klavier, Akkordeon und Blockflöte. Wie rapide die Entwicklung seitdem war, belegen einige aktuelle Zahlen, die der jetzige Musikschulleiter Auwi Geyer zusammengestellt hat. Geyer gehört seit vielen Jahren zahlreichen hochkarätigen Formationen an, so z. B. der Big Band von Hugo Strasser und er spielte mit Ambros Seelos, Max Greger oder Klaus Doldinger. Die Leitung der Pfaffenhofener Musikschule hat er bereits im Januar 1989, also vor 28 Jahren, von Friedrich Huntscha übernommen.

Im Jahr ihres 35-jährigen Bestehens zählt die Musikschule rund 700 Schüler, die in insgesamt 280 Wochenstunden von 25 Lehrkräften an 31 verschiedenen Instrumenten unterrichtet werden. Die jüngsten Schüler in der musikalischen Früherziehung sind gerade mal zwei Jahre alt, der älteste Schüler zählt 83 Jahre.
Von Anfang an war die Musikschule im Haus der Begegnung untergebracht, aber schon vor 30 Jahren musste ein Teil der Unterrichts in die „Alte Post“ ausgelagert werden, da das Raumangebot im Haus der Begegnung einfach nicht ausreichte.

Besonders begabte Schüler werden bereits seit 1998 im Einzelunterricht speziell gefördert. Etliche Schüler haben große Erfolge im traditionsreichen Wettbewerb „Jugend musiziert“ errungen und drei Schüler der Städtischen Musikschule – Matthias Franz, David Böhm und Michael Leopold – wurden mit dem Kulturförderpreis der Stadt Pfaffenhofen ausgezeichnet.

Sehr beliebt sind die zahlreichen Konzerte der Musikschule, wie die Montagskonzerte und Schülervorspiele sowie vor allem das Schuljahresabschlusskonzert und das Adventskonzert. Unter der Mitwirkung der Musikschule finden jedes Jahr rund 80 Veranstaltungen statt, die das kulturelle Leben in Pfaffenhofen bereichern.
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