Zahlreiche Aktivitäten im Klimaschutz: Zwischenbericht im Stadtrat

Einen Bericht über eine Reihe von städtischen Aktivitäten zum Thema Klimaschutz nahm der Pfaffenhofener Stadtrat in seiner Sitzung am 27. Juli zustimmend zur Kenntnis. Zugleich wurde einstimmig beschlossen, das erfolgreiche Projekt „Umsattelbonus“ – also die Förderung für den Kauf von E-Bikes – im kommenden Jahr nochmals durchzuführen. Die Klimaschutzgutscheine soll es ebenfalls weiterhin geben, und auch das Stadtradeln, der Klimaschutztag und der Klimaschutzpreis sollen wie in den vergangenen Jahren abgewickelt werden.

Klimabonus
Der „Umsattelbonus“ war im Frühjahr 2017 eines von drei Projekten im Rahmen des kommunalen Förderprogramms „Klimabonus“. Der Fördertopf zur E-Bike-Förderung war binnen weniger Wochen ausgeschöpft und soll daher im nächsten Jahr noch einmal mit 10.000 Euro gefüllt werden. Das zweite Projekt war der „Abtaubonus“ mit Förderprämien für energiesparende Kühlschränke. Hier sind die Fördermittel inzwischen vergeben, während der „Pumpenbonus“, der den Einbau von energieeffizienten Heizungspumpen fördert, bisher auf mäßiges Interesse trifft.
Weitere Informationen dazu findet man auf der städtischen Internetseite www.pfaffenhofen.de/pumpenbonus.

Klimaschutzgutscheine
Die „Klimaschutzgutscheine“ in Höhe von jeweils 500 Euro wurden Anfang 2016 eingeführt, um Bildungsprojekte von Schulklassen oder Kindergartengruppen im Bereich Umwelt- und Klimaschutz zu finanzieren. Drei Projekte wurden realisiert: Die Kita St. Elisabeth organisierte Waldtage. Die Kita Ecolino führte ein mehrschichtiges Projekt zum Thema Kompostierung und Reststoffverwertung durch. An der Grund- und Mittelschule wurden eine Umweltwoche und ein multimediales Bildungsprojekt „REdUSE“ über den Gutschein teilfinanziert.
Die Vergabe von Klimaschutzgutscheinen soll auch im kommenden Schuljahr fortgeführt werden.

Photovoltaik-Offensive
Den Start einer Photovoltaik-Offensive hat der Stadtrat Anfang Juli einstimmig beschlossen. Auf acht öffentlichen Gebäuden sollen PV-Anlagen gebaut werden. Die Umsetzung ist in zwei Schritten geplant. Zudem sollen im Haushalt 2018 Mittel für zwei weitere PV-Anlagen eingeplant werden. Die Gesamtinvestition liegt bei 650.000 Euro. Der Energieertrag wird auf ca. 170.000 kWh geschätzt und die CO2-Ersparnis auf rund 120 Tonnen.

Bus mit Füßen
Beim „Bus mit Füßen“ gehen mehrere Kinder der ersten und zweiten Klassen zusammen zu Fuß zur Schule – eine Zeitlang mit einem Erwachsenen, später selbstständig. Das Projekt soll nach den Ferien an den drei städtischen Grundschulen starten, damit weniger Eltern ihre Kinder mit dem Auto zur Schule fahren, die Kinder selbstständiger werden und zugleich der Schulweg der Kinder sicherer wird. Nach einer Pilotphase im kommenden Schuljahr soll das Projekt verstetigt werden und jedes Jahr für die Erst- und Zweitklässler angeboten werden.

Beitritt zum Energieeffizienznetzwerk
Um Erfahrungen in Sachen Energieeinsparung und Energieberatung auszutauschen und somit voneinander zu lernen, haben sich die Stadt Pfaffenhofen und acht weitere Städte und Gemeinden zu einem Kommunalen Energieeffizienz-Netzwerk zusammengeschlossen. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) hat finanzielle Unterstützung zugesagt.

Ziel des Netzwerks ist es, innerhalb der dreijährigen Netzwerkarbeit einerseits von den Erfahrungen der anderen Kommunen im Bereich der Energieeinsparung und Energieeffizienzsteigerung zu profitieren und voneinander zu lernen. Andererseits sollen durch eine systematische Datenerfassung sowie Energieberatung zu den einzelnen Liegenschaften der Kommunen mögliche Energieeinsparmaßnahmen aufgezeigt und detailliert betrachtet werden.

Für die Stadt Pfaffenhofen bedeutet das konkret, dass derzeit die zehn städtischen Gebäude mit dem höchsten Energieverbrauch von der Hochschule Landshut erfasst werden, um sie dann energetisch optimieren zu können.


Energiebericht
Der Energiebericht ist wesentlicher Bestandteil des Kommunalen Energiemanagements, mit dessen Hilfe der jeweilige Strom-, Wärme- und Wasserverbrauch von 30 Liegenschaften erfasst und ausgewertet wird. Aus den Auswertungen sollen Einsparmaßnahmen abgeleitet werden. Der vorliegende Bericht stellt einen Doppelbericht für die Jahre 2015 und 2016 dar. Neben den Verbrauchswerten wurden erstmals die Energiekosten und die CO2-Emissionen sichtbar gemacht.

Damit der Energieverbrauch optimiert werden kann, sollen im nächsten Schritt die Gebäudenutzer und die Verantwortlichen einbezogen, sensibilisiert und geschult werden.
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