Was bleibt ... Konzepte und Ziele der Gartenschau

Nach 89 ereignisreichen Tagen ging am 20. August die Gartenschau „Natur in Pfaffenhofen a. d. Ilm 2017“ zu Ende. In einer mehr als siebenjährigen Vorbereitungsphase hat sich das Stadtbild nachhaltig verändert. Wurde zwischen 2006 und 2010 das Augenmerk auf die Umgestaltung der Verkehrsflächen (Plätze, Straßen, Wege) gelegt, so folgte in der Hinentwicklung zur Gartenschau die Schaffung von dauerhaft verbleibenden Grün-, Erholungs- und Aufenthaltsflächen. Dies war umso mehr geboten, als dass die Stadt Pfaffenhofen a. d. Ilm im Stadtkern durch eine kluge und vorausschauende Konzeptplanung zu einem pulsierenden Geschäftsund Wohnzentrum geworden ist. Seien es die rund 2.500 Beschäftigten um den Hauptplatz oder die in den
Jahren 2000–2012 zusätzlich in die Innenstadt gezogenen rund 1.500 Bewohner: alle benötigten dringend grüne Freiflächen zur Regenerierung und Erholung.

Ilm als verbindendes Element
Der Stadtrat hat 2009 den mutigen Beschluss gefasst, sich um die Ausrichtung der Gartenschau im Jahr 2017 zu bewerben. Bereits im damaligen Bewerbungskonzept
waren die Grundgedanken und die umzugestaltenden Bereiche definiert: entlang der Ilm, als verbindendes Element, sollten, wie an einer Perlenschnur aufgereiht, drei zentrumsnahe, dauerhafte Grünbereiche geschaffen werden. Oberster Grundsatz war, dass diese Bereiche sicher und auf kurzem Wege von möglichst vielen Ein-wohnern angenehm fußläufig bzw. per Fahrrad erreicht werden können. Ferner sollte die Ilm – zumindest in Teilbereichen – aus ihrem Korsett befreit und zugänglich gemacht werden.
Diese hehren Ziele wurden allesamt auf das Vorzüglichste erreicht.

Mehrwert für tausende Einwohner
Der Bürgerpark als erste Parkanlage in Pfaffenhofen kann fußläufig von rund 6.000 Einwohnern genutzt werden. Der Aufenthalt für einige Minuten lohnt ebenso wie der für drei Stunden. Auf den Hopfenturm steigen, die Drehungen des Arlmühl-Mühlrades zählen oder einfach unter einem Baum am Kreuz der Religionen im Gras liegen – Tiefenentspannung pur! Die „Ilminsel“ als zentrumsnaher Vorgarten zum Hauptplatz ist zu einem idealen Aufenthaltsort geworden, um schnell mal eine Auszeit zu nehmen – sei es zur Mittagspause oder zur Lockerung bei festgefahren Arbeiten („Ich muss auf die Insel“) – und bei einem Spaziergang durch die Ilm kann man den erhitzten Körper (und das Gemüt) wieder beruhigen. Einen ganz anderen städtebaulichen Charakter weist den „Sport- und Freizeitpark“ aus. Auf einer Fläche von rund 16 Hektar hat sich über mehrere Jahrzehnte eine für ein Mittelzentrum einzigartige Ansammlung von unterschiedlichsten Sportdisziplinen entwickelt. Wie scheinbar „hingewürfelt“ findet sich vom Fußballspielfeld bis hin zum Eissportstadion zentral gelegen für nahezu jeden eine Bewegungsmöglichkeit. Eine Umorganisation der Fußballbereiche eröffnete die Möglichkeit, neue Parkanlagen, ausgestattet mit einer Vielzahl weiterer Sport- und Klettergeräte, mit hohem Aufenthaltswert zu schaffen. Dies wird zusätzlich akzentuiert durch die naturnahe Umgestaltung der Ilm. Das Wasserwirtschaftsamt Ingolstadt schuf hier eine Flusslandschaft welche erahnen lässt, wie Flussläufe in früheren Jahren
ausgesehen haben.

Hohe Aufenthaltsqualität
Mit den drei vorgenannten Bereichen wurden öffentliche Grünflächen mit hohem Aufenthaltswert geschaffen, welche auf unbeschränkte Zeit die Lebensqualität
in der Stadt Pfaffenhofen a. d. Ilm steigern. Nach Ende der Gartenschau als großes Eröffnungsfest gilt es nun, diese Bereiche auch weiterhin mit Leben zu erfüllen.
Die Optionen hierfür sind geschaffen. Man kann sich gut vorstellen, dass der Hopfenturm jedes Jahr Anfang September abgeerntet wird, dass ab und an ein Freiluftkonzert
im Bürgerpark stattfindet oder dass auf der Ilminsel Kinoaufführungen „über die Ilm“ erfolgen – der Phantasie braucht man keine Grenzen setzen.
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