Stadtrat gibt grünes Licht für internationales Nachhaltigkeitsprojekt: Pfaffenhofen setzt gemeinsam mit Valjevo ein Projekt zur Umgestaltung städtischer Grünflächen um

Die Umgestaltung öffentlicher Grünanlagen ist Thema der Nachhaltigkeitspartnerschaft zwischen Pfaffenhofen und Valjevo. Im September war deshalb bereits eine Delegation aus Serbien zu Gast in Pfaffenhofen. Unser Bild zeigt (von links) Stadtrat Manfred „Mensch“ Mayer, Alexandra Tomic, Dragan Jeremic, 2. Bürgermeister von Valjevo, Stadtwerke-Mitarbeiter Mario Dietrich und Radmila Vicentic.
Einer „kommunalen Nachhaltigkeitspartnerschaft“ zwischen Pfaffenhofen und der serbischen Stadt Valjevo hat der Stadtrat in seiner Sitzung am 8. Dezember zugestimmt. Damit hat er die Weichen für die weitere Umsetzung eines zwei Jahre andauernden Projektes gestellt, bei dem es um die Umgestaltung städtischer Grünflächen in urbane Lebensräume geht.

Mit dem internationalen Vorhaben der „kommunalen Nachhaltigkeitspartnerschaften“ will die Bundesregierung die von den Vereinten Nationen beschlossene Agenda 2030 und deren 17 Nachhaltigkeitsziele auf lokaler Ebene umsetzen. Zur Bildung eines solchen Nachhaltigkeitsprojekts, das mit 5.000 Euro gefördert wird, gehen jeweils eine deutsche sowie eine südosteuropäische Kommune eine projektbezogene Partnerschaft ein und setzen ausgewählte UN-Ziele im Rahmen eines gemeinsamen Vorhabens um.

Für ihr Projekt erhielten Pfaffenhofen und Valjevo bereits am 18. November einen Förderzuschlag von der Engagement Global gGmbH, die das Projekt im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung durchführt und u. a. für die administrative Begleitung und Förderabwicklung aller Nachhaltigkeitspartnerschaften zuständig ist.

„Ich freue mich über die Förderzusage. Mit Valjevo haben wir einen Partner gefunden, der uns schon seit Jahren vertraut ist und mit dem wir diesmal auf einer ganz anderen Ebene zusammenarbeiten können“, erklärte Bürgermeister Thomas Herker. Die knapp 60.000 Einwohner zählende Stadt Valjevo liegt etwa 100 Kilometer südwestlich der serbischen Hauptstadt Belgrad und setzte bereits erste Nachhaltigkeits- und Klimaschutzmaßnahmen um.

„Dieses Projekt stellt jedoch nur den Anfang der Nachhaltigkeitsbestrebungen in Pfaffenhofen dar. Langfristig sollte die Anerkennung und Verwirklichung der Nachhaltigkeitsziele in Pfaffenhofen angesteuert werden. Als Gewinner des Deutschen Nachhaltigkeitspreises 2013 sollten wir hier mit gutem Beispiel vorangehen“, so Herker weiter.

Den Auftakt für die Pilotphase der „kommunalen Nachhaltigkeitspartnerschaften“ bildet Mitte Januar ein zweitätiger Workshop in Gelsenkirchen. An der Veranstaltung wird jeweils eine dreiköpfige Delegation pro Partnerkommune teilnehmen. In Pfaffenhofen liegt die Projektbetreuung in Händen von Theo Abenstein, ehemaliger Stadtrat und Vorsitzender der Bayerischen Arbeitsgemeinschaft Demokratischer Kreise e. V., Manfred „Mensch“ Mayer, Stadtrat und Referent für Grünanlagen, sowie Klimaschutzmanager André Adler.

Die Agenda 2030 ist die Nachfolgeregelung der Agenda 21. Sie ist eine Art Weltzukunftsvertrag mit 17 Zielen, die bis zum Jahr 2030 umgesetzt werden sollen. Im Fokus der Nachhaltigkeitspartnerschaften stehen die obligatorischen Nachhaltigkeitsziele Nummer 11 („Städte und Siedlungen inklusiv, sicher, widerstandsfähig und nachhaltig machen“) und 17 („Umsetzungsmittel stärken und die globale Partnerschaft für nachhaltige Entwicklung wiederbeleben“) sowie ein weiteres, von den Partnerkommunen gewähltes Ziel. Pfaffenhofen und Valjevo haben auf Basis des Zieles Nummer 15, bei dem es um den Schutz bedrohter Arten und den Erhalt biologischer Vielfalt geht, einen Projektvorschlag eingereicht, bei dem es um die Umgestaltung städtischer Grünflächen in urbane Lebensräume geht. In Pfaffenhofen dient dabei die Gartenschau 2017 als ideale Ausgangsbasis.
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