„Pumpen-Bonus“ fürs Klima: Stadt Pfaffenhofen verfügt noch über freie Fördermittel für hocheffiziente Heizungspumpen

Die städtische Klimaschutzmanagerin Saskia Kothe freut sich auf viele Förderanträge auf „Klima-Bonus“.
Wer seine Heizung mit einer neuen, so genannten „Hocheffizienzpumpe“ ausrüstet, erhält von der Stadt Pfaffenhofen eine Finanzspritze: Im Rahmen ihrer Klimaschutz-Bestrebungen belohnt die Stadt bestimmte Anschaffungen mit einem „Klima-Bonus“.

Neben den beiden für 2017 abgeschlossenen Boni – dem „Umsattel-Bonus“ für E-Bikes, den es im nächsten Jahr wieder geben soll, und dem „Abtau-Bonus“ auf energieeffiziente Kühl- oder Gefriergeräte – bezuschusst die Stadt Pfaffenhofen seit dem 1. Juni auch den Kauf moderner Heizungspumpen mit je 50 Euro. Die teilnehmenden Heizungsinstallateure der Stadt gewähren einen zusätzlichen Rabatt bei der Montage einer Pumpe.

Über den Austausch von ungeregelten Heizungspumpen durch elektronisch geregelte Pumpen sollen der Stromverbrauch in den Pfaffenhofener Haushalten reduziert und Treibhausgas-Emissionen eingespart werden. Ein auf den ersten Blick kleiner, aber feiner Unterschied, der langfristig dem Klima zugutekommt.

Berücksichtigt werden die ersten 100 Antragsteller. Der entsprechende Förderantrag sowie die Förderrichtlinien können auf der städtischen Internetseite www.pfaffenhofen.de/pumpenbonus heruntergeladen werden. Außerdem liegen die Förderunterlagen im Bürgerbüro und im Verwaltungsgebäude zum Mitnehmen aus. Antragsberechtigt sind alle Privatpersonen, die im Stadtgebiet Pfaffenhofen ihren Hauptwohnsitz haben. Bezuschusst wird der Austausch von ungeregelten Heizungspumpen (Umwälzpumpen) und Warmwasserzirkulationspumpen gegen elektronisch geregelte Pumpen der Energieeffizienzklasse A. Das zu fördernde Gerät muss vor Einreichung der Förderanträge erworben werden.

„Mehr als die Hälfte der 25 Millionen Heizungspumpen in deutschen Haushalten lassen sich nicht regeln oder besitzen eine eingeschränkte Regelfunktion. In Pfaffenhofen sieht die Lage vermutlich auch nicht besser aus. Deshalb fördern wir den Einbau von Hocheffizienzpumpen. Sie schonen nicht nur das Klima, sondern auch die Geldbörse“, sagt Andreas Herschmann, der Referent des Stadtrats für Energie- und Klimaschutz.

80 Prozent weniger Stromkosten
Eine Heizungspumpe befördert das erwärmte Wasser von der Heizungsanlage im Keller zu den Heizkörpern in den Wohnräumen. Gleichzeitig führt sie von dort das abgekühlte Wasser aus dem Rücklauf wieder zurück, um es im Heizkessel erneut zu wärmen. Dabei verbraucht die Pumpe elektrischen Strom.

Je nach Pumpentyp sind die Unterschiede im Stromverbrauch enorm. Eine ungeregelte Pumpe kennt nur eine Leistungsstufe, nämlich Volldampf. Entsprechend hoch ist ihr Stromverbrauch. 420 Kilowattstunden oder knapp 120 Euro an Stromkosten schlagen jährlich durch den Dauerbetrieb zu Buche. Im Gegensatz dazu verbrauchen Hocheffizienzpumpen nur etwa 13 Watt bei zirka 20 Euro Stromkosten jährlich, denn sie passen sich dem tatsächlichen Bedarf an und pumpen nur so viel Wasser durch die Rohre, wie tatsächlich benötigt wird.

„Nach einem doch recht warmen Sommer naht nun der Herbst mit großen Schritten. Das ist die ideale Zeit, um den Austausch der hauseigenen Heizung-spumpe zu vollziehen. Mit dem neuen Gerät ist es dann möglich energieeffizient sowie kostensparend in die kalte Jahreszeit zu starten “, rät Saskia Kothe, die neue Klimaschutzmanagerin der Stadt Pfaffenhofen.
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