Aus der Statistik des Pfaffenhofener Standesamtes 2016

Nach der Hochzeit von Bettina und Stefan Schedl standen Mitarbeiter von BRK, Feuerwehr und THW mit ihren Fahrzeugen Spalier vor dem Pfaffenhofener Rathaus. (Foto: www.m2-photography.de)
 
Die kleine Viona Halmich ist nicht nur ein Sonntagskind sondern auch das 700. Baby, das im Jahr 2016 in der Ilmtalklinik Pfaffenhofen das Licht der Welt erblickt hat. (Foto: Babysmile)
Babyboom in Pfaffenhofen – So viele Geburten wie noch nie!!
Babyboom in Pfaffenhofen: 719 Kinder wurden im Jahr 2016 in der Kreisstadt geboren – so viele wie noch nie! Schon im Vorjahr war die Zahl der Geburten ungewöhnlich hoch (649), aber diesmal wurden nochmals 70 Neugeborene mehr gezählt. Wie das Pfaffenhofener Standesamt in seiner Statistik festgehalten hat, kamen fast alle Kinder in der Ilmtalklinik zur Welt, denn es gab lediglich sieben Hausgeburten (davon vier in Pfaffenhofen, zwei in Jetzendorf und eine in Ilmmünster). Von den 719 Neugeborenen sind allerdings nur 211 „echte“ Pfaffenhofener Kinder (Vorjahr 177), während 508 Babys auswärts wohnen (Vorjahr 472).

Wie aus der aktuellen Jahresstatistik des Standesamtes weiter hervorgeht, war 2016 ein echtes „Mädelsjahr“: Während die Zahl der neugeborenen Buben mit 352 gegenüber dem Vorjahr fast unverändert ist (-1), wurden in den vergangenen zwölf Monaten 367 Mädchen geboren, und das sind 71 mehr als im Vorjahr.

Und noch ein paar Zahlen aus der Standesamtsstatistik: 570 Neugeborene haben deutsche Eltern (Vorjahr 519). Bei 59 (63) Babys hat ein Elternteil die deutsche Staatsangehörigkeit und bei 90 (67) Kindern sind beide Eltern Ausländer. In diesem Jahr gab es zwei Zwillingsgeburten (Vorjahr 3). Der Anteil der nicht ehelich geborenen Kinder liegt weiterhin bei knapp 24 Prozent, denn 172 Elternpaare waren nicht verheiratet (Vorjahr 151). Und noch eine Besonderheit: Es gab drei „Schaltjahrkinder“, die am 29. Februar geboren wurden.

Magdalena und Lukas sind die beliebtesten Vornamen

Die beliebtesten Vornamen des Jahres 2016 in Pfaffenhofen sind Magdalena und Lukas, gefolgt von Anna (11) und Felix (9). 13 Mädchen erhielten den Namen Magdalena und 12 Buben wurden auf Lukas getauft. Somit ist Lukas vom letztjährigen zweiten Rang aufgestiegen an die Spitze. Auch der Trend traditionelle und ältere Namen weiterzugeben setzt sich 2016 deutlich fort, denn recht populär sind auch Jakob (8), Sebastian (8) sowie Max und Ludwig mit jeweils 7 Namensgebungen.

Bei den Mädchen gewann mit Abstand Magdalena (13) wobei Anna mit 11 Namensgebungen auch sehr beliebt ist. Lena (10) und Johanna (9) liegen auf Rang 3 und 4.

Deutschlandweit stehen Mia und Ben auch 2016 an der Spitze der Hitliste der beliebtesten Vornamen. In Pfaffenhofen dagegen scheint die Begeisterung geschrumpft zu sein, da nur 2 Buben Ben und 3 Mädels Mia genannt wurden.
Die Liste der unterschiedlichen Vornamen, die das Standesamt im Pfaffenhofener Rathaus für 2016 registriert hat, ist länger denn je! 719 Babys mit insgesamt 370 verschiedenen Vornamen kamen im Jahr 2016 in Pfaffenhofen zur Welt und erreichten somit einen neuen Rekord. 2015 konnten 649 Geburten und 363 verschiedene Vornamen gezählt werden.

Die meisten Pfaffenhofener Babys des Jahres 2016 – und zwar genau 424 – haben nur einen Vornamen. Weitere 295 Mädchen und Buben tragen zwei Vornamen, 22 haben drei Namen und ein Kind hat sogar vier Namen.
Die häufigsten zweiten Bubennamen sind Andreas, Josef und Michael mit je 5 Nennungen. Bei den Mädchen ist Maria mit 15 Nennungen deutlicher Sieger, gefolgt von Marie und Sophie mit jeweils 11 Namensgebungen.


196 Eheschließungen und eine eingetragene Lebenspartnerschaft
Hochzeiten sind „in“, das macht sich in den letzten Jahren auch im Pfaffenhofener Standesamt bemerkbar. 2016 setzte sich dieser Trend fort und so wurden im vergangenen Jahr hier insgesamt 196 Eheschließungen beurkundet. Das sind drei mehr als im Vorjahr und 39 mehr im Jahr 2014. Außerdem wurde im Pfaffenhofener Rathaus eine Lebenspartnerschaft eingetragen (Vorjahr 3).

35 der insgesamt 197 Paare haben ihren Wohnsitz in einer anderen Stadt bzw. Gemeinde. Bei 24 Paaren hatte ein Partner eine ausländische Staatsangehörigkeit; bei vier Paaren waren beide Ausländer. Dabei waren insgesamt 16 verschiedene Nationalitäten vertreten – von Österreich und Italien über Russland und Georgien bis Syrien, Thailand und USA.

175 Brautpaare – das sind 89 Prozent – wählten einen gemeinsamen Familiennamen in der Ehe. Davon bestimmten 167 Paare ganz traditionell den Namen des Mannes zum Ehenamen, während sich acht Paare für den Familiennamen der Frau als gemeinsamen Namen entschieden.

Wie aus der Jahresstatistik des Standesamtes weiter hervorgeht, war nicht der sprichwörtliche „Wonnemonat“ Mai der beliebteste Heiratsmonat, sondern die meisten Hochzeiten, nämlich 29, fanden im Juni statt.

Das Standesamt Pfaffenhofen ist seit einigen Jahren auch für die Gemeinden Hettenshausen, Ilmmünster, Hohenwart und Jetzendorf zuständig. Die Eheschließungen von Brautpaaren aus diesen Orten werden daher im Pfaffenhofener Rathaus eingetragen. Die Trauung allerdings können diese Paare auch von „ihrem“ Bürgermeister in ihrer Heimatgemeinde vollziehen lassen. So wurden in Jetzendorf 15 Trauungen vorgenommen, in Ilmmünster 14 und in Hohenwart 6. Im Pfaffenhofener Rathaus wurden 161 Trauungen und eine Begründung einer Lebenspartnerschaft geschlossen. Besonders beliebt ist hier neben dem Trauungszimmer im Erdgeschoss vor allem der schöne Festsaal in der zweiten Rathaus-Etage, da die standesamtliche Hochzeit zunehmend auch mit vielen Gästen gefeiert wird.

Besonders in Erinnerung bleiben den Pfaffenhofener Standesbeamten vor allem zwei ungewöhnliche Hochzeiten, die im September stattfanden: Am 9 September wurde das syrische Flüchtlingspaar Duaa und Mohammad Khalilo, das sich im Erstaufnahmelager auf der Pfaffenhofener Trabrennbahn kennengelernt hatte, vom Dritten Bürgermeister Roland Dörfler im Rathaus getraut. Eine Woche später, am 16. September, gaben sich Bettina Attenhauser und Stefan Schedl vor der Standesbeamtin Daniela Reisner das Ja-Wort. Die Braut ist in ihrer Freizeit Helferin beim Technischen Hilfswerk in Pfaffenhofen, der Bräutigam hauptamtlich bei der BRK-Rettungswache Pfaffenhofen tätig und ehrenamtlich bei der Feuerwehr in Scheyern engagiert. Daher erschienen die verschiedenen Hilfsorganisationen zur Gratulation auf dem Hauptplatz und bildeten zusammen ein Spalier, das fast bis zum Brunnen reichte.

Weniger Sterbefälle
Die Zahl der Sterbefälle in Pfaffenhofen ist stark gesunken: 323 Sterbefälle wurden im Pfaffenhofener Standesamt im Jahr 2016 beurkundet; das sind 47 weniger als im Vorjahr.

Weniger Kirchenaustritte
Die Zahl der Kirchenaustritte ist leicht zurückgegangen, von 294 im Jahr 2015 auf jetzt 270. Davon betreffen 221 (Vorjahr 220) die katholische Kirche und 48 (Vorjahr 74) die evangelische Kirche.

Unter den 270 Kirchenaustritten sind 209 aus Pfaffenhofen (Vorjahr 220), 18 aus Jetzendorf (20), 16 aus Hohenwart (19), 14 aus Ilmmünster (22) und 13 aus Hettenshausen (13).
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